Erfolgreiches Trainingslager der D2

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Erfolgreiches Trainingslager der D2

Erfolg. Gerne wird Erfolg mit Zahlen verbunden. Wenn man also die schieren fußballerischen Ergebnisse anschaut, dann war das Wochenende eher mittelprächtig bis schlecht. Denn einerseits hat die D2 beim Turnier in Waldshut nur Platz 11 von 14 Mannschaften erreicht und hat andererseits beim Spiel gegen die C-Juniorinnen des ESV nur ein Unentschieden erreicht.

Aber Erfolg darf man nicht eben nicht nur mit Zahlen messen. Werfen wir daher erst einmal einen Blick auf das Trainingslager an sich. Zwei Übernachtungen im heimischen Stadion, zwei Trainingseinheiten am Freitag Abend und Samstag morgen, dazu das Turnier am Samstag Nachmittag, DVD-Abend und das Spiel gegen die C-Juniorinnen standen da auf dem Plan. Das ist sehr, sehr viel gemeinsame Zeit, in der die Spieler zusammen wachsen konnten. Wenn überhaupt gab es nur in der Nacht ein paar ruhige und eher einsamere Momente beim Schlafen.

Los ging es mit einem Leistungstest im Stadion und einer Stunde Spiel auf dem Kunstrasen. Und nicht zu vergessen der Kapitänswahl: Mustafa Cevik wurde mit einem klaren Ergebnis in geheimer Wahl gewählt.

Die erste Nacht wurde dann noch versucht auf dem Kunstrasen zu verbringen. Über 30 Grad am Tag, das musste doch auch gute Temperaturen in der Nacht ergeben. Und so wurde noch eine Lagerfeuergeschichte von Trainer Bernd Glasstetter vorgelesen, bevor es zum Schlafen gehen sollte. Nachbarn hatten sich unterdessen gewundert, warum noch Licht auf dem Feld zu sehen war.

Aber so manchem wurde es dann doch zu kühl und am Ende waren alle doch wieder in den Kabinen angelangt. Und wenn man ehrlich war, waren erst gegen 3 Uhr Nachts alle eingeschlafen. Die Nacht wurde gegen 5 Uhr Morgens kurz unterbrochen, als die Putzkolonne die Kabinen reinigen wollte und feststellte, dass da jemand drin war. Und um kurz vor 8 Uhr musste dann endgültig aufgestanden werden. Die anschließende Trainingseinheit widmete sich dem Thema Koordination, Spielsituation und vor allem einer Sache: Dem Reden miteinander auf dem Feld. Aber auch Spaß sollte es machen. Nachdem 20 Ballkontakte ohne Abfangen durch die in der Mitte befindlichen Spieler geleistet waren, durften die beim Arschbolzen abgeschossen werden. Um 11:30 Uhr stand dann ein Spaghetti-Essen im Vereinsheim an, bevor es anschließend zum Turnier in Waldshut ging.

Los ging es dort gegen Rielasingen-Arlen: Die D2 spielte mutig in die Offensive, kam zu Chancen und vergab sie leider. Das rächte sich dann in der 10. und 12. Minute mit zwei Gegentreffern. Aber es hätte anders herum ausgehen können und fast müssen. Gegen die D1 von Waldshut gab es dann ein torloses Unentschieden. Ein absolut verdienter Erfolg, der mit einigen Chancen untermauert wurde. Waldshut kam auch zu Chancen und letztendlich waren sich die Mannschaften nahezu ebenbürtig.

Gegen den ESV Waldshut sollte ein Sieg her und fast sah es genau danach aus, denn Tim Kühnert verwandelte zunächst einen durch Kevin Sirigu herausgeholten Freistoß zum 1:0. Und Mustafa Cevik erzielte in der 3. Minute nach einem wunderschönen Solo zum 2:0. Doch dann wurde in der Defensive etwas geschlampert und der ESV konnte ausgleichen. Ein Handstrafstoß besiegelte die Niederlage, bei der die D2 die bessere Mannschaft war.

Nach einer langen Pause stand der Freiburger FC mit seiner D1 auf dem Platz. Hier war schnell klar, wer da alleine spielte: Freiburg. Die D2 hatte hier keine Chance eine Offensivaktion anzubringen, wurde in der eigenen Hälfte eingeschnürt und verlor dennoch nur 0:1. Die Defensive stand hier hervorragend.

Gegen Hochrhein D1 wurde dann erneut ein 0:0 erkämpft und auch hier konnte die D2 mit guten Offensiv-Aktionen für Entlastung sorgen.

Man muss an dieser Stelle immer mal bedenken: Die Gruppenphase wurde ausschließlich gegen D1-Mannschaften gespielt und die D2 konnte sich bis auf die Ausnahme gegen Freiburg immer behaupten und mithalten. Nur eben nicht so viele Tore schießen, wie benötigt gewesen wäre, um vielleicht sogar die Sensation zu schaffen. Das Platzierungsspiel gegen die D2 von Waldshut wurde dann durch drei Tore von Tim Kühnert glasklar entschieden.  Die D2 kann also mit D1-Mannschaften mithalten und gegen D2-Mannschaften das Spiel klar gestalten. Das ist das Ergebnis abseits der zählbaren Werte.

Mit einer 140 € teuren Pizza-Bestellung wurde dann der Abend eingeleitet und ein Film im Jugendraum angesehen. Aber der Abend ging dann doch anders zu Ende, denn zwei Spieler plagten sich mit Kopfschmerzen herum und wollten nach Hause. Der Rest wollte ins Bett und gegen Mitternacht begann diesmal die wirkliche Nacht.

In der Tat schliefen dann auch alle gut durch. Alleine der Trainer ... Im Mittelgang des Stadions ist eine Bewegungssensor, der das Licht immer wieder einschaltet, selbst wenn sich nur ein Tier bewegt. Und so wurde die Nacht immer wieder unterbrochen, weil ja doch noch ein Spieler zum Trainer hätte wollen können. Ob der Bewegungsmelder mitten in der Nacht Sinn macht, ist eine gute Frage.

Eigentlich sollte am nächsten Morgen eine Taktikschulung folgen. Aber dann wurde doch nur der Film fertig angesehen. Und dann durften die Spieler zum ersten Mal mit ihren neuen Aufwärmhemden aufs Feld.

Das Spiel der D2 gegen die C-Juniorinnen war ein guter Beweis dafür, wie sich die Mannschaft innerhalb kurzer Zeit entwickelt hat. Es wurde guter und bisweilen sehr guter Kombinationsfußball gespielt. Und in der 8. Minute durfte wieder Tim Kühnert jubeln, der nach Vorlage von Kevin Sirigu den Führungstreffer markieren konnte. Die beiden Mannschaften waren derweil absolut ebenbürtig, sowohl in körperlicher, wie auch in taktischer Hinsicht. Auf beiden Seiten gab es gute Chancen, wobei die D2 insgesamt mindestens fünf hochkarätige Chancen vergab, während die Chancen der C-Juniorinnen nicht ganz so zwingend und so häufig waren. Es gab immer wieder Szenenapplaus. Alleine: Es wollte kein Tor fallen. Das rächte sich kurz vor Schluß. In der 54. Minute fiel der Ausgleich, in der 60. gar die Führung. Und dann war es erneut Tim Kühnert, der nach Vorlage von Mustafa Cevik dann noch den Ausgleich und damit den Endstand erzielen konnte. Anschließend gab es noch ein für das Ergebnis unbedeutendes Strafstoß-Schießen.

Und nun durften die Spieler nach Hause. Endlich wieder ein Bett, was insbesondere Trainer Bernd Glasstetter zu schätzen wissen wird. Denn die Schlafstatt im Sanitätsraum, eine einfache Holzpritsche, war denn doch eher unbequem. Co-Trainer Kevin Mamaj konnte immerhin eine Nacht zu Hause verbringen Wink

Der Erfolg des Trainingslagers ist klar: Der Zusammenhalt in der Mannschaft ist nun schon sehr groß. Die Mannschaft kann mit D1-Mannschaften mithalten und sich sogar gegenüber C-Juniorinnen durchsetzen. Die Saison kann kommen. Los geht es gegen den SV Gurtweil am 17.09. in Gurtweil. Dann auf dem Kleinfeld. Und das Trainerteam freut sich auf diese Aufgabe Smile

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Impressionen vom Trainingslager