B-Jugend verliert in Höchenschwand

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B-Jugend verliert in Höchenschwand
Spieldatum: 
Dienstag, 5. April 2016
Mannschaft: 
B
Heimmannschaft: 
SV Höchenschwand B
Gastmannschaft: 
FC Tiengen 08 B
Spielbericht: 

An und für sich ist die B-Jugend eine starke Truppe mit guten, bis sehr guten Spielern. Kombinationsstärke, gute Technik, Schusskraft sind vorhanden. An guten Tagen müssen starke Mannschaften sich vor dieser Truppe fürchten. An schlechten Tagen...

Und an diesem Dienstag war so ein schlechter Tag. Das ging schon damit los, dass in Häusern der mehr als ungeliebte Hartplatz auf die Mannschaft wartete. Der Hartplatz ist letztendlich für eine technische feine Mannschaft ein Übel, das kaum zu toppen ist. Rumpeliger kann man wohl kaum Fußball spielen, wenn die Bälle ständig verspringen und Pässe eher einem Roulette gleich kommen.

Doch in der ersten Halbzeit kam die B-Jugend noch relativ gut mit diesen Verhältnissen klar. Die Viererkette stand felsenfest und ermöglichte Höchenschwand nur wenige Chancen. Aber das Kombinationsspiel war bereits problematisch aufzuziehen. Immer wieder kam es zu Fehlpässen, die insbesondere daher rührten, dass Druckpässe gespielt werden mussten. Und die können bekanntlich falsch dosiert werden. Immerhin gab es aber auch auf Tiengener Seite ein paar Chancen, die aber nicht verwandelt werden konnten. Und so endete die erste Halbzeit 0:0 Unentschieden.

Das Bild drehte sich in Halbzeit zwei und zwar bei allen Beteiligten. Nach nur sechs Minuten erzielte Höchenschwand das 1:0. Und dabei war deren Taktik einfach, wenn auch unansehnlich und dennoch effektiv: Reines Kick and Rush. Hohe Bälle wurden nach vorne geschlagen und verarbeitet. Trainer Silvio Arba versuchte dem zu begegnen, indem er eine taktische Umstellung vornahm und Alexander Huber aus der Viererkette löste und durch Mohamad Younes ersetzte, der offensiver auflaufen sollte. Der Rückstand sollte aufgeholt werden. Aber die B-Jugend kombinierte sich im Mittelfeld einen Wolf, zeigte aber wenig Erfolg beim Abschluss.

Ganz allgemein fehlte es dabei aber an Ideen, wie man eine höhere Bandbreite an Zuspielen erzeugen konnte. Anstatt es immer wieder durch die Mitte zu versuchen, wurde ganz selten auf die linke Seite rausgespielt. Die rechte Seite wurde hingegen öfter benutzt, so dass sich die Verteidigung von Höchenschwand schnell darauf einstellen konnte. Von dort gingen dann immer wieder hohe Bälle nach vorne. Während die B-Jugend versuchte das 4-3-2-1 beständig beizubehalten und bisweilen die Außenverteidiger zu hoch standen, schien Höchenschwand meist mit zwei Viererketten zu agieren und machte mit nur zwei Leuten in der Spitze das Spiel. Die standen mehrfach ebenfalls nur zwei Gegenspielern der B-Jugend gegenüber, da zu viele aufgerückt waren. Das gelang dermaßen effektiv, dass in schneller Folge auf 2:0 (50. Minute), 3:0 (58. Minute) erhöht wurde. Erst in der 66. Minute gelang Emre Naz der Anschlusstreffer. Ein wenig Hoffnung keimte auf, wurde aber in der 70. und 72. Minute durch das 4:1 und 5:1 schnell wieder begraben.

Was unserer B-Jugend sicher noch fehlt, ist die taktische Varianz. Wenn eben zwei Viererketten da stehen, muss eben doch mal vom schönen Klein-Klein-Gedribbel und Gepasse auf unschönere Varianten umgestellt werden. Manchmal zählt eben nicht der schöne Fußball, sondern nur die hohen Bälle bringen die Erlösung. Das hat Höchenschwand gezeigt, die in der ersten Hälfte eher noch hilflos agierten und dann den Schalter umlegten. Und auch Pep Guardiolas Bayern mussten schon einsehen, dass unschöner Fußball manchmal erfolgreicher ist, wie gegen Turin zu sehen.

Es wird sicher die Aufgabe der kommenden Wochen sein, nicht nur zum Beispiel das Kurzpass-Spiel zu fördern, sondern auch andere taktische Varianten einzustudieren.

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