Fiiiiinale Oho! - Teil 2

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Fiiiiinale Oho! - Teil 2
Spieldatum: 
Montag, 16. Mai 2016
Mannschaft: 
FC Tiengen 1
Heimmannschaft: 
SpVgg Wutöschingen
Gastmannschaft: 
FC Tiengen 08
Spielbericht: 

Das gibt es nicht so häufig, dass zwei Mannschaften des FC Tiengen im Bezirkspokal-Finale stehen und die Chancen auf den Gewinn durchaus hoch zu bewerten sind. Zunächst einmal hatte die C1-Jugend diesen Schritt am 04.05.2016 geschafft. Und nun darf sich auch die erste Mannschaft auf das Finale freuen.

Das Halbfinale fand in Wutöschingen statt. Gastgeber und Gegner SpVgg Wutöschingen spielt in der Kreisliga A Ost und ist dort souverän Tabellenführer. Der Aufstieg wird der Mannschaft nur noch schwer zu nehmen sein. Entsprechend konnte man auch kaum erwarten, dass es für unsere erste Mannschaft ein reiner Durchmarsch werden würde.

Das Spiel begann recht verhalten. Tiengen bemühte sich um Ballkontrolle und einen geordneten Angriff. Wutöschingen verteidigte sehr geordnet und dementsprechend dauerte es sechs Minuten bis zur ersten eigentlichen Torchance von Tiengen. Und erst weitere sechs Minuten später durfte sich Saban Ljimani, der an diesem Tag seinen 21. Geburtstag feierte (Herzlichen Glückwunsch!) über eine sehr gute Einzelaktion und den darauf folgenden Treffer freuen.

Zwar dominierte Tiengen in der Folge das Spiel und Wutöschingen musste sich immer wieder mit langen Bällen in die Spitze erwehren. Aber was auf Seiten von Tiengen fehlte, war immer dieser eine letzte Pass, der nicht ankommen wollte. Die Abwehr von Wutöschingen bildete eine sehr stabile Viererkette unter der Kontrolle von Abwehrchef Claudio Porcarelli.

Es ist eine alte Fußballerweisheit, dass man Tore kassiert, wenn man sie vorne nicht macht. Und in der Tat setzte sich Wutöschingen in der 28. Minute einmal gekonnt durch, erspielte sich einen Eckball, der dann zum Tor durch Patrick Budde führte. Der Ausgleich war geschafft. Das Tor setzte einige Energien frei. Wutöschingen versuchte nun mehr für die Offensive zu machen und kam auch zu zwei weiteren Ecken, die aber erfolglos verpufften.

Georg Iseles Ansprache in der Halbzeit musste einiges bewirkt haben. Denn Tiengen kam wacher aus der Kabine zurück, während die Abwehr von Wutöschingen zu wackeln begann und in der 57. Minute schlecht aussah, als Jasmin Rastoder eine schöne Hereingabe von Saban Ljimani zur erneuten Führung nutzte. In der Folge stürmte fast nur noch Tiengen. In der 62. Minute erkannte der Schiedsrichter dann erstaunlicherweise auf ein Foul für Tiengen in zentraler Position vor dem Tor, obwohl der Tiengener Spieler scheinbar eher über seine eigenen Füße gestolpert und auf dem Allerwertesten gelandet war. Der anschließende Freistoß wurde mit Vehemenz zum 1:3 durch Erdal Kizilay verwandelt, der durch die Mauer und ins linke Eck traf.

Wutöschingen gab sich danach weitestgehend auf und es war nur noch konsequent, dass in der 71. Minute Saban Ljimani zum abschließenden 1:4 traf und damit für die endgültige Entscheidung sorgte. Tiengen spielte in der Folge das Spiel routiniert zu Ende, während von Wutöschingen nur noch ganz wenige Akzente zu vermelden waren.

Es war am Ende ein klarer Sieg, ein guter und verdienter Sieg. Es wäre übertrieben zu sagen, dass es ein standesgemäßer Sieg war, da sich Wutöschingen über weite Teile gut eingestellt gezeigt hatte und ein absolut würdiger Gegner war. Wie würdig sah man nach dem Spiel, als die Tiengener Spieler sich eher verhalten und recht müde freuten. Das Spiel hatte Kraft gekostet. Wobei es schon zu räumlichen Erkennungsproblemen kam. Denn die Mannschaft stimmte das Lied "Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!" an. Der Austragungsort des Bezirkspokals fängt zwar auch mit BER an. Aber ansonsten besteht da doch ein himmelweiter Unterschied Biggrin

Tiengen spielt das Pokalfinale nun in Bergalingen gegen den FC Hauingen, der sich schon 11 Tage zuvor gegen den SV Jestetten hatte durchsetzen können. Das Finale beginnt am 26.05.2016 um 16:15 auf dem Kunstrasen in Bergalingen. Auch Hauingen spielt in der Kreisliga A, in dem Fall West, belegt dort Platz 5. Die Chancen auf den Erfolg von Tiengen stehen also sicher nicht schlecht. Aber wie jeder weiß: Der Pokal hat seine eigenen Gesetze und man sollte nie mit zu viel Hybris in eine Partie gehen - Favoritenrolle hin oder her.

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