Sieg mit zu vielen Gegentreffern

Druckversion
Sieg mit zu vielen Gegentreffern
Spieldatum: 
Samstag, 25. März 2017
Mannschaft: 
D2
Heimmannschaft: 
FC Tiengen 08 D2
Gastmannschaft: 
SV Gurtweil D
Spielbericht: 

Kleinfeld. Das Grausamste, was es für eine D-Jugend-Mannschaft gibt. All das, was man an der D-Jugend so schätzt, eben dass das Spiel nun bis auf die Spielfeldgröße absolut in Richtung Erwachsenenfußball geht, ist wieder ad acta gelegt. Keine Rückpass-Regel, kein Abseits, eben Kinder- und nicht Jugendlichen-Fußball.

Und doch ging es nicht anders, da Gurtweil nun einmal auf diesem Feld seine Mannschaft angemeldet hat. Und an und für sich ging es gut los. Die D2 kontrollierte das Spiel, erspielte sich erste Chancen und in der 2. Minute traf Tim Kühnert zum 1:0. Doch Gurtweil konnte fünf Minuten ausgleichen, weil die Abwehr einen Mann im Rückraum übersah und eben die Abseitsregel nicht gilt. Mustafa Cevik konnte immerhin in der 10. Minute wieder für die Führung sorgen. Aber Nervosität machte sich breit. Eine Nervosität, die in der 18. Minute durch den erneuten Ausgleich bestraft wurde.

Die D2 hatte viele Chancen, nutzte sie aber nicht. Unnötige kleine Abspielfehler erschwerten das Spiel im Mittelfeld. Oft war es die berühmte Sekunde zu spät und ein gegnerischer Fuß war dazwischen. Immerhin gelangen in der 25. Minute (Amin Mulic) und in der 29. Minute (Ismet Gersdorf) die Treffer 3 und 4 und somit eine etwas klarere Pausenführung.

Leider ging es nicht viel stabiler in die zweite Halbzeit. Ja, Abwehrspieler Ernis Meta konnte in der 40. Minute seinen ersten Saisontreffer feiern. Tim Kühnert schoss beim 6:2 in der 47. Minute unnachahmlich aus rund 20 Metern einen Strahl ins linke obere Eck. Aber die Chancenausnutzung war so schlecht, dass es zu diesem Zeitpunkt schon sicher zweistellig für die D2 hätte stehen müssen.

Gurtweil kam in der 54. Minute noch einmal ran. Ismet Gersdorf erhöhte in der 56. Minute auf 7:3. Und insbesondere diese Endphase, diese letzten 10 Minuten waren recht vogelwild. In der 57. Minute erzielte Gurtweil durch viel Gestochere das 7:4, während Elias Di Lorenzo wieder eine Minute später auf 8:4 erhöhte. Und das Eigentor des Gurtweiler Torhüters war dann der Abschluss zum 9:4 in der 59. Minute.

Natürlich: Wir reden von einer Jugendmannschaft. Es sind keine Profis. Aber weil sie es eigentlich besser können, weil sie einen schönen und klaren Fußball spielen können, war die Partie einfach nicht gut. Ja, das Kleinfeld hatte bei drei der vier Gegentreffer durch die fehlende Abseitsregel kräftig mitgeholfen. Aber das Ergebnis hätte klarer ausfallen müssen.

Die D2 wird gegen Waldshut auf das gewohnte Feld zurück kehren und ist gewarnt mit hoher Konzentration in das Spiel reinzugehen.

Galeriebilder: