Spannender Vergleich Kreisklasse und Kreisliga

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Spieldatum: 
Samstag, 24. März 2018
Mannschaft: 
D2
Heimmannschaft: 
FC Tiengen 08 D2
Gastmannschaft: 
SG Stühlingen
Spielbericht: 

Die D2 spielt immer wieder mal Freundschaftsspiele gegen Kreisligisten. Zum Einen, weil man ohnehin besser nach oben schaut. Zum Anderen, weil man sonst ja gegen die Gegner aus der eigenen Kreisklasse antreten müsste. Das ist wenig sinnvoll.

Das Spiel gegen die D1 von Stühlingen war bereits vor ein paar Monaten ausgemacht worden. Und wir wollen den Spielbericht mal mit einem kleinen Gedicht beginnen:

Es war einmal eine Mannschaft
die war etwas sehr geschafft
und dennoch wollten sie gewinnen.
Doch bevor sie dies haben können
lagen sie mit 0:2 zurück.
Davon war der Trainer nicht entzückt.
Sie holten es wieder auf
und gewannen mit einem Lauf.

Die D2 hatte zwei Tage zuvor gegen Steina-Schlüchttal gespielt. Stühlingen gar erst am Tag zuvor gegen Erzingen. Beide hatten ihre Liga-Spiele gewonnen. Und beiden Mannschaften war anzumerken, dass da was in den Knochen steckte. Hinzu kam dann auch noch der erste richtig warme Tag des Jahres, nach Eiseskälte in den Tagen zuvor. Und das dürfte dem einen oder anderen auch ein paar Probleme bereitet haben.

Das Spiel begann verhalten, doch Stühlingen nutzte in der 5. Spielminute einen Abstimmungsfehler in der Abwehr der D2 aus und konnte die Führung für sich beanspruchen. Hier muss noch dazu gesagt werden, dass der etatmäßige Innenverteidiger Recep Bozkurt krank war und dadurch die Abwehr der D2 etwas anders zusammen gestellt werden musste. Die Abwehr suchte dann auch zu Beginn noch etwas die Stabilität und Stühlingen konnte in der 18. Minute erneut durch kommen und einen Treffer erzielen.

In der Folge war es aber dann doch die D2, die mehr Chancen heraus spielen konnte. Aber es war nicht das hochklassige Spiel vom Donnerstag. Die Bälle liefen nicht ganz so schnell, es gab Abspielfehler und es wurde etwas zu sehr auf Einzelaktionen gesetzt. Dann aber setzte sich Ismet Gersdorf gekonnt auf der rechten Seite durch, flankte unwiderstehlich und David Grawunders Fuß fand den richtigen Weg zum Ball. Der Anschluss war geschafft. Mit diesem Ergebnis ging es dann in die Halbzeitpause.

Der Weg war klar: Mehr Zusammenspiel, sich wieder an das Spiel von vor zwei Tagen erinnern und dementsprechend spielen. Das kam auch teilweise bei der Mannschaft an. Aber es dominierten dann doch die kleinen Abspielfehler, von denen aber auch Stühlingen so einige produzierte. Das Spiel bewegte sich mehrheitlich im Mittelfeld, mit der Ausnahme von ein paar Chancen. Munir Shukolli rettete die D2 dabei auch vor einem weiteren Rückstand in einer gefährlichen Eins-gegen-Eins-Situation. In der 40. Minute gelang Kevin Sirigu nach Vorlage von Christian Nissan der zu diesem Zeitpunkt verdiente Ausgleich.

Das Spiel wogte hin und her und es wurde allmählich klar: Wenn noch ein Tor fallen würde, wäre dies die Entscheidung, egal für welche Mannschaft. In der 59. Minute sollte es dann soweit sein. Vor der von Ismet Gersdorf ausgeführten Ecke gab es noch einen interessanten Kommentar von Kai Grawunder, einem der Co-Trainer der D2: „Du wirst sehen, es wird ein Eckentor.“ Von ihm kam dann auch die Ansage an Ismet: „Bring ihn gefühlvoll rein.“ Ismet wiederum erzählte später, dass ihm das Herz bis zum Hals pochte, er den Ball wie in Slow Motion fliegen sah, der sich dann schön Richtung Christian Nissan senkte und von ihm Volley verwandelt wurde. Es war einer dieser schönen Fußballmomente, bei denen man nachträglich noch mit der Zunge schnalzt.

Am Ende des Tages wäre auch ein Unentschieden durchaus ein Ergebnis gewesen, mit dem beide Seiten hätten leben können. Es war ein Test auf Augenhöhe und genau so ist es auch gut. Denn dann haben beide Mannschaften etwas davon und nehmen die entsprechenden Erkenntnisse mit.