Victoriam abortivus

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Victoriam abortivus
Spieldatum: 
Mittwoch, 19. Oktober 2016
Mannschaft: 
D2
Heimmannschaft: 
FC Tiengen 08 D2
Gastmannschaft: 
SC Lauchringen D2
Spielbericht: 

Was würde wohl Asterix dazu sagen, wenn die Römer auf einmal ein vergnügliches Beisammensein mit körperlichen Folgen für die Legionäre, abprubt beenden würden? Obelix wäre sicher zutiefst traurig und enttäuscht, von diesem Victoriam abortivus (abgebrochenen Sieg). Und so blieb die D2 nach der 38. Spielminute durchaus ratlos auf dem Feld stehen.

Denn die D2 des SC Lauchringen war nach der Anweisung eines Vaters vom Feld gegangen, nachdem der eigentliche Trainer vom Verbandsschiedsrichter des Feldes verwiesen worden war. Doch dabei war es bis dahin eigentlich eine gute Partie gewesen.

Doch von Beginn an. Die D2 spielte teilweise herausragenden D-Jugend-Fußball. Der Ball lief, es wurden wunderschöne Ball-Staffetten gespielt. Alleine der letzte Ball, der misslang in den ersten 15 Minuten immer wieder. Das lag zum Einen daran, dass Tim Kühnert es meistens mit zwei bis drei Verteidigern gleichzeitig zu tun hatte. Da hatte wohl der Trainer schon mitbekommen, dass es wichtig werden würde ihn aus dem Spiel zu nehmen. Zum Anderen gingen einfach ein paar gute Chancen schlicht und ergreifend vorbei.

Doch dann nahm sich Mustafa Cevik ein Herz und legte ein unwiderstehliches und gar nicht zu verteidigendes Solo durch mehrere Verteidiger hindurch hin und erzielte in der 15. Minute das 1:0. Der Bann war nun gebrochen. Die D2 spielte zwar nun nicht mehr so schön, aber effektiv. Die Angriffe von Lauchringen konnten immer wieder noch vor dem Strafraum unterbunden werden. Und die D2 war die klar bessere Mannschaft.

Das Spiel war dabei körperbetont und an ein, zwei Stellen auch mal etwas ruppig. Man merkte den Lauchringern an, dass sie sich nicht kampflos geschlagen geben wollten. Die D2 kämpfte zurück, war aber fußballerisch einfach einen guten Ticken besser.

In der 19. Minute spielte Amin Mulic einen durchaus genial zu nennenden Pass auf Mustafa Cevik, der auf 2:0 erhöhte. Und drei Minuten später war es Mustafa Cevik, der Amin Mulic ebenfalls kongenial durch einen Rückpass von der Torauslinie bediente und der mühelos das 3:0 erzielen konnte. Die D2 war auf dem richtigen Weg. Große Änderungen sollte es nach der Halbzeit nicht geben, es saßen ohnehin nur zwei Spieler auf der Ersatzbank.

Tja und dann kam die 38. Spielminute. Die Wertung des Spiels wird wahrscheinlich bei 3:0 für Tiengen bleiben. Die Mannschaft hätte gerne weiter gespielt. Die D2 war die bessere Mannschaft, es wären wahrscheinlich noch weitere Tore für Tiengen gefallen. Aber wie das eigentliche Endergebnis ausgefallen wäre, ist eine Sache für die oft zitierte Fahrradkette oder wie der Lateiner sagen würde: Die Catena.

Felix, qui potuit rerum cognoscere. (Glücklich ist, wer alles versteht!)

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