Vierter Platz für die D2 in Schopfheim

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Vierter Platz für die D2 in Schopfheim
Spieldatum: 
Samstag, 16. Juli 2016
Mannschaft: 
D2
Heimmannschaft: 
Verschiedene Mannschaften
Gastmannschaft: 
FC Tiengen 08 D2
Spielbericht: 

Wir erinnern uns zurück an den 26.07.2014. Die damals neue E2 mit Spielern des Jahrgangs 2004 und 2005 konnte sich einen dritten Platz in Schopfheim erspielen. Und gewann am Ende den Staffelsieg in der E-Jugend.

Es war nun also wieder einmal Juli und wieder einmal ein Turnier in Schopfheim und wieder einmal spielten die Jahrgänge 2004 und 2005 zusammen. Und wieder konnten Erfolge in Schopfheim gefeiert werden. Zugegeben: Von der damaligen Mannschaft waren gerade einmal Mustafa Cevik und Danil Rose wieder mit von der Partie. Aber warum sollte der Weg dieser neuen Mannschaft nicht auch wieder ganz ähnlich verlaufen? Denn aus dem Kader von damals sind auch diesmal noch viele weitere Spieler im Kader drin, waren nur diesmal verhindert.

Es war ein verdammt früher Treffpunkt angesagt, um 7:40 Uhr sollte es los gehen und dankenswerterweise hatte sich Jörg Cilensek bereit erklärt den Bus zu fahren, so dass die 11 Spieler und Co-Trainer Kevin Mamaj, sowie Trainer Bernd Glasstetter auf Bus und ein weiteres Auto verteilen konnten. Und die durften erst einmal Amr Younes auflesen, der verschlafen hatte. Aber auch die anderen Spieler waren durchaus etwas verschlafen, als es ins erste Spiel ging.

Im ersten Spiel ging es gegen den SV Schopfheim 4. Und auch wenn der Trainer tief stapelte und hier sich eigentlich eine F-Jugend mit den Jahrgängen 2006 präsentierte: Der Gegner war Ernst zu nehmen. Und so wurde es ein insgesamt spannendes und abwechslungsreiches Spiel, in dem beide Seiten ihre Chancen hatten und die beiden Torhüter einiges zu tun bekamen. Am Ende hatte aber die D2 die Oberhand behalten und Mustafa Cevik konnte in der 18. Minute nach einem wunderschönen Zuspiel von Kevin Sirigu mit dem Kopf den Siegtreffer erzielen. Die ersten drei Punkte waren da.

Nun hatte die D2 erst einmal eine lange Pause, in der die Gegner beobachtet werden konnten. Und Co-Trainer Kevin Mamaj erblickte ein paar Probleme beim nächsten Gegner SV Weil. Ein schneller Gegenspieler musste ausgeschaltet werden. Zeit für einen Strategie-Wechsel. Mit Danil Rose wurde der schnellste Spieler der D2 eben diesem Spieler entgegen gesetzt. Weil spielte in der Tat stark auf, aber der Plan ging auf. Nach und nach gewann die D2 mehr Selbstvertrauen und mehr Feld-Dominanz. In der fünften Minute erkämpfte sich dann Kevin Sirigu den Ball kurz vor der linken Torauslinie, dribbelte zwei Gegner aus und erzielte aus spitzem Winkel die Führung. Zwei Minuten später erzielte Mustafa Cevik seinen zweiten Turniertreffer durch einen Freistoß. Und wieder zwei Minuten später war die Sensation perfekt mit dem 3:0 durch Kevin Sirigu, der ein Zuspiel von Amr Younes nutzte. Nun kam die große Zeit der Abwehr, denn Weil drängte auf den Anschluss, konnte sich aber erst eine Minute vor Schluss durchsetzen. Denn die D2 war etwas zu weit aufgerückt und drängte ihrerseits auf einen Treffer.

Nun sollte auch der SV Schopfheim 3 ausgeschaltet werden. In der Zwischenzeit hatte Trainer Bernd Glasstetter erfahren, dass dies eigentlich die schwächere der vier Schopfheimer Mannschaften war, was sich auch anhand der Ergebnisse belegen ließ. Denn Schopfheim 3 hatte bis dahin nur einen Punkt erzielen können und war sogar von Schopfheim 4 geschlagen worden. Aber wenn Schopfheim 3 eines konnte, dann die Abseitsfalle, in die die D2 immer wieder lief. Andererseits waren auch zwei Fehlentscheidungen des Schiedsrichters darunter, denn zwei Mal stand der vorgeblich Abseits stehende Spieler beim Zuspiel in der eigenen Hälfte. Und die beiden Situationen hätten durchaus zu Treffern dienen können. Aber am Ende stand ein torloses 0:0, bei dem Danil Rose wegen Meckerns eine gelbe Karte gezeigt bekam.

Dann ging es gegen Lörrach-Brombach. Und die waren mit einer schwächeren Mannschaft angetreten, dem Vernehmen nach mit der D4. Das merkte man auch an deren bisherigen Ergebnissen, denn auch diese Mannschaft hatte bis dahin nur einen Punkt erzielen können. Immerhin hatte die D2 bis dahin Platz 2 in der Gruppe sicher und wäre mit einem Sieg sicher ins Finale gekommen. Und die D2 spielte stark auf, kam zu zwei riesigen Chancen und vergab diese. Wie heißt eine Fußballer-Weisheit? Wer die Tore vorne nicht macht, der bekommt sie hinten rein. Genau das geschah: In der fünften Minute gab es den ersten Gegentreffer. Die D2 drängte nun auf den Ausgleich, hatte Chancen, kämpfte, tat, machte. Aber es wollte einfach nicht sein und Lörrach spielte es ganz abgebrüht zu Ende mit zwei weiteren Gegentreffern, die im immer gleichen Stil gespielt wurden. Da fehlte dann einfach die Coolness vor dem Tor und die Cleverness in der Abwehr. Aber es ist nicht einfach in der Favoritenrolle zu gewinnen. Das musste ja schon die deutsche Nationalmannschaft gegen Frankreich erkennen.

Im Spiel um Platz sollte nun wieder ein Sieg her. Als Gegner wurde die SpVgg Untermünstertal festgestellt und es war ein schwieriges Spiel, das durch umstrittene Entscheidungen bestimmt wurde. Da wurde ein Strafstoß gegen die D2 gegeben, dem zwar eine Berührung im Zweikampf voran ging, die aber nach dem Spiel des Balls erfolgte. Immerhin konnte hier für ausgleichende Gerechtigkeit gesorgt werden, denn Edgar Da Silva wurde zum Helden, der den Strafstoß hielt. Und dann wurde Danil Rose nach einer Szene für fünf Minuten vom Platz geschickt, bei der sich zwei Spieler von Untermünstertal gegenseitig zu Fall gebracht hatten und Danil als unbeteiligter Dritter ebenfalls zu Fall gekommen war. Und letztendlich waren diese fünf Minuten entscheidend. Die D2 rieb sich in Unterzahl auf, hielt das 0:0 und nachdem Danil dann wieder spielen durfte waren die Kräfte einfach weg und Untermünstertal erzielte den Siegtreffer, wenn auch hier durchaus eine Abseitsposition zumindest nicht ausgeschlossen werden konnte. Kein Wunder, dass die Spieler danach durchaus aufgewühlt waren.

Aber dennoch: Platz 4 von 10 Mannschaften war mehr als verdient. Es war mehr drin. Ein wenig mehr Abgebrühtheit, ein wenig mehr Cleverness und die D2 hätte Turniersieger werden können. Allgemein wurde die D2 gelobt.

Eines zeigte sich in diesem Turnier von vorne herein: Auch wenn die Abwehr in dieser Form zum ersten Mal zusammen spielte, die Spieler harmonierten miteinander. Es ist eben von Vorteil mit ausgebildeten Spielern zu arbeiten und diese „nur“ noch zusammen zu fügen. Insbesondere Neuzugang Max Cilensek war von vorne herein ein Glücksgriff und machte seine Sache in der Abwehrzentrale hervorragend. Ein weitere Glücksgriff war Edgar Da Silva als Ersatztorhüter, denn Fabian Wenz konnte nicht mitkommen. Obwohl er die Position zum ersten Mal spielte, hielt er bravourös und hatte an den dann insgesamt fünf Gegentreffern des Turniers keine Schuld. Da es noch unklar ist, ob Gianluca Reale, der eigentlich zum Saisonende aufgehört hatte, doch wieder kommt oder nicht, steht auf dieser Position wieder eine neue Alternative bereit, wenn Fabian mal nicht kann.

Es ist einfach die Stärke des neuen D2-Kaders, dass auf vielen Positionen Alternativen zur Verfügung stehen, die dort genauso spielen können und keinen Leistungseinbruch bedeuten. Beispielsweise haben die bisherigen Tests gezeigt, dass auf der Innenverteidigung mit Max Cilensek, Paul Friedrich und Ernis Meta gleich drei Spieler vorhanden sind. Danil Rose ist gleich mal ein Allroundspieler, der sich auf so gut wie allen Positionen heimisch fühlt.  Viele andere Beispiele kann man da noch nennen. Natürlich bedeutet das Konkurrenz, aber genau die wird dazu führen, dass alle kämpfen werden, dass alle spielen wollen und dass das voraussetzt, dass alle im Training sind. Denn wer unentschuldigt fehlt, wird nicht spielen können. Aber wer da ist und sich anstrengt, wird seine Chancen bekommen.

Die D2 wird von sich hören lassen. Und das Omen aus Schopfheim ist wirklich kein Schlechtes.

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