Wieder nichts zählbares bei der D2

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Wieder nichts zählbares bei der D2
Spieldatum: 
Samstag, 7. November 2015
Mannschaft: 
D2
Heimmannschaft: 
FC Hochrein D2
Gastmannschaft: 
FC Tiengen 08 D2
Spielbericht: 

Es sind diese Tore, die kein Mensch braucht: Eigentore und Bälle, die dem Torhüter durch die Finger rutschen. Wenn drei von vier Gegentoren in der ersten Halbzeit bei einer selbstbewussten und siegesgewohnten Mannschaft nicht passieren, aber bei einer unsicheren Mannschaft schon, kann man nur das alte Sprichwort rausholen: Hast Du Scheiße am Schuh, hast Du eben Scheiße am Schuh. Und wie wahr dies bei der D2 diesmal war...

Trainer Bernd Glasstetter hatte offensiv aufgestellt, drei Stürmer, zwei Mittelfeldspieler, drei Abwehrleute. Tore sollten her, so rasch es nur ging. Und die D2 begann druckvoll, schaffte es mehrfach gefährlich vor das Tor von Hochrhein. Aber Tore ... die wollten nicht fallen. Hochrhein hingegen war beeindruckt von der Offensivstärke der D2 und spielte deutlich verhaltener, kam aber auch zu ein paar Torchancen, wenn auch keine zwingenden. Und so war in der ersten knapp Viertelstunde durchaus ein größerer Spielanteil bei der D2 zu finden.

Aber dann kam in der 14. Minute eine Flanke unglücklich auf Zubair Ul-Haq, der sich nicht mehr anders drehen konnte und den Ball unhaltbar ins eigene Tor lenkte. Es war durchaus ein Mats Hummels-Moment, der ja vor einiger Zeit in einem Länderspiel einen Ball ganz ähnlich ablenkte. Das passiert, aber bestätigt oben genannte These.

Die D2 nutzte die Freude des Gegners aber direkt nach dem Anpfiff aus und spielte eine schnelle Kombination über Anton Reiner und Christian Nissan auf Mustafa Cevik, der direkt nur 30 Sekunden später den Ausgleich besorgte. Ab hier ergab sich ein offener Schlagabtausch beider Mannschaften. Mal gab es Chancen auf der einen, mal auf der anderen Seite. Bis zur 21. Minute, als Torhüter Gianluca Reale einen eigentlich harmlosen Kullerball nur aufnehmen musste, er ihm durch die Finger rutschte und irgendwie den Weg ins Tor fand. Irgendwie war dies letztendlich der spielentscheidende Moment. Denn in der 25. Minute fiel das 3:1 für Hochrhein - diesmal einfach eine gut herausgespielte Kombination. Ein bisschen für Aufregung sorgte dann eine Szene, bei der Anton Reiner ein Spieler auf den Fuß stand, Anton ins Straucheln kam und direkt auf das Bein des Gegenspielers fiel. Eine unglückliche Verkettung, aber Anlass genug die Eltern am Spielfeldrand etwas auf die Barrikaden zu bringen. Ja, Fußball ist ein Kontaktsport und ja, auch Anton Reiner hätte sich verletzen können bei dieser Aktion. Aber solche Dinge passieren eben auch mal unabsichtlich.

In der 31. Minute waren wohl alle gedanklich schon in der Kabine, ein Ball wurde nicht richtig geklärt und das dritte unnötige Tor war gefallen zum Pausenstand von 4:1.

Trainer Bernd Glasstetter und Assistent Emre Naz gaben in der Pause eine klare Marschrichtung vor: Weiter angreifen, Tore erzielen und das Ergebnis drehen. Denn eigentlich hatte die D2 nicht schlecht gespielt, im Gegenteil. Viele Verbesserungen zu den Spielen davor waren zu sehen. Alleine das Zählbare fehlte.

Es schien, als hätte das die Mannschaft erreicht, denn Christian Nissan erspielte sich mit einer herrlichen Einzelaktion in der 33. Minute das 4:2. Hätte die D2 nun so weiter gespielt, wer weiß, was noch passiert wäre. Hätte... Aber leider fiel nur drei Minuten später das 5:2. Und ab hier wurde es schwierig. Die Köpfe hingen, die Beine wurden schwerer, die Ideen weniger. Dass dann in der 42. Minute ein Strafstoß folgte, der zum 6:2 verwandelt wurde, war letztendlich der finale Akt in jeder Hinsicht. Sicher gab es auf beiden Seiten noch Aktionen und Chancen. Aber das Zählbare blieb einfach immer wieder verwehrt.

Es sind wieder Fortschritte zu sehen und es war sicher kein schlechtes Spiel der D2. Aber wenn die Tore vorne nicht gemacht werden und unglückliche Tore hinten fallen, dann ist das Ergebnis einfach so, wie es ist. Das Zweikampfverhalten muss verbessert werden, es gibt einige weitere Stellschrauben, die gedreht werden müssen. Die sind auch Assistent Emre Naz aufgefallen. Und die wird er zusammen mit dem Vater von Kaan Ceviral in der kommenden Woche angehen. Denn Trainer Bernd Glasstetter ist abwesend beim zweiten Trainerlehrgang hin zum Trainerschein.

In der kommenden Woche geht es dann gegen den Tabellenzweiten SpVgg Wutöschingen, der aber bei einem Sieg gegen Berau am kommenden Mittwoch auch Tabellenführer sein könnte. Einfacher wird es dadurch nicht. Aber Überraschungen kann es immer geben. Vielleicht einfach auch nur, weil Wutöschingen durch die englische Woche weniger Regenerationsmöglichkeiten hat. Oder weil unsere B-Jugendlichen Emre Naz und Torhüter Gögi Tuna die Jungs durch ihre Unterstützung weiter motivieren.

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